
Unser Wahlprogramm für den Landkreis Aschaffenburg:
Wir betrachten unsere geliebte Heimat mit einem realistischen Blick. Die Klimakrise und ihre Folgen sind bei uns im Landkreis längst angekommen. Wir wissen, dass das Thema Klimaschutz bei vielen Menschen nicht die oberste Priorität hat, aber ohne eine intakte Natur und Umwelt gibt es kein gesundes Leben. Hitze, Starkregen und Extremwetterereignisse nehmen auch bei uns zu. Davor wollen wir nicht die Augen verschließen. Wir wissen um die Situation in unseren Wäldern, kennen die Sorgen unserer Landwirtinnen und Landwirte mit Trockenheit und die Auswirkung auf die Ernte. Wir sehen die Wasserampel, die in vielen unserer Gemeinden selten auf grün, sondern meistens schon auf gelb steht.
All das braucht tragfähige Antworten und nicht ein Wegschieben auf die nächste politische Ebene oder auf andere Kontinente. Wir haben,wie alle anderen auch, eine Verantwortung für das, was wir unseren Kindern überlassen.
Unser Ziel ist der klimaneutrale Landkreis. Dieses Vorhaben haben wir im Kreistag mitbeschlossen und arbeiten mit an der Umsetzung. Wir legen den Finger in die Wunde, wenn wieder Entscheidungen getroffen werden sollen, die diesem Ziel im Wege stehen. Sei es bei der neuen Heizungsanlage für unsere Schulen, oder der klimafreundlichen Mobilität. Der Landkreis hat mit seiner Infrastruktur Vorbildcharakter und muss darauf achten, bei Vorhaben der Erneuerung oder Sanierung nicht „aufs falsche Pferd“ zu setzen. Kurzsichtigkeit kann nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch schädlich sein. Daher wollen wir vorausschauend und mutig sein. Klimaresiliente Wälder, sauberer Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien, eine ausreichende Trinkwasserversorgung, Engagement für Abfallvermeidung und vieles mehr, kann vor Ort umgesetzt werden. „Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt“, so stand es schon nach der Gründung der Grünen Partei auf den Plakaten. Das ist immer noch unser Auftrag.
Gesundheit ist das Wichtigste, damit wir unser Leben genießen können. Gute medizinische Versorgung und ein zukunftsfähiges Klinikum mit guten Arbeitsbedingungen – so sehen wir ein medizinisches Angebot, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Unser Klinikum Aschaffenburg-Alzenau ist wesentlich für 170.000 Menschen im Kreis und 75.000 in der Stadt. Das Klinikum stellt exzellente Medizin zur Verfügung und leidet unter einem bundesweit überholten Abrechnungssystem, das 90 % aller Kliniken ins Defizit getrieben hat. Wir tun alles dafür, dass es in kommunaler Hand bleibt und auch durch eigene hausinterne Maßnahmen das Defizit gesenkt wird. Wir wollen nicht, dass die einzelnen Gemeinden durch den Defizitausgleich bei der Kreisumlage in ihren Haushalten weiter belastet werden. Die Gemeindehaushalte sind längst am Limit.
Wir begleiten und fördern neue Medizinfelder am Standort Wasserlos bei der Umsetzung, um den Standort attraktiv zu halten. Eine der größten Herausforderungen auch im Landkreis Aschaffenburg wird jedoch weiterhin die Gewinnung von qualifiziertem Fachpersonal, vor allem in der Pflege, sein.
Medizinische Versorgung ist Daseinsvorsorge. Bei allen Patientinnen und Patienten dürfen nicht die Gewinninteressen eines Krankenhauskonzerns, sondern muss die optimale medizinische Versorgung entscheiden.
Wichtig ist uns ein gutes Angebot niedergelassener Ärztinnen und Ärzte sowie Gesundheitszentren in den Gemeinden. Haus- und Fachärzte am Wohnort, ausreichend psychotherapeutische Praxen. Besonders auch eine gute ärztliche Versorgung unserer Kinder liegt uns am Herzen. Nicht zu vergessen das wichtige Angebot unserer Apotheken vor Ort, die nicht nur die Versorgung mit Medikamenten und Hilfsmitteln, sondern auch eine hervorragende Beratungsleistung erbringen.
Junge Menschen tragen Träume, Hoffnungen und Ideen in sich – und prägen schon heute unseren Landkreis. Sie sollen sich frei, mutig und selbstbewusst entwickeln und Verantwortung für eine solidarische, demokratische Gesellschaft übernehmen. Dafür braucht es Freiräume, sichere Treffpunkte und jugendgerechte Strukturen. Freiräume für Entwicklung und Begegnung Nicht alle Jugendlichen finden passende Angebote.
Für alle fordern wir:
• offene Jugendtreffs und erreichbare Anlaufstellen
• selbstgestaltete Räume mit Eigenverantwortung
• sichere Orte für Freizeit, Kultur und Sport Unterstützung für alle – niemand fällt durchs Raster
Wir stärken:
• aufsuchende und mobile Jugendarbeit
• individuelle Hilfe in schwierigen Lebenslagen („Meine Chance“)
• inklusive Angebote für alle Jugendgerechte Infrastruktur
Ein jugendfreundlicher Landkreis Aschaffenburg braucht: • sichere, bezahlbare Mobilität • digitale und analoge Freiräume
• eine attraktive Kultur- und Freizeitlandschaft
• Beteiligung ist Pflicht – nicht Kür
Der Jugendhilfeausschuss und der Jugendkreistag sichern echte Mitbestimmung. Unsere Jugendhilfeplanung orientiert sich an ihren Perspektiven.
Unser Ziel: Ein Landkreis, in dem junge Menschen spüren – meine Stimme zählt, ich gestalte mit, ich gehöre dazu.
Unser Landkreis ist ein sehr wichtiger Teil der Wirtschaftsmetropolregion Rhein-Main. International tätige Großbetriebe bilden mit klein- und mittelständischen Unternehmen das Rückgrat unserer Wirtschaftskraft. Die große Bedeutung des Handwerks, der örtliche Handel, Kultur- und Kreativwirtschaft und viele Arbeitsplätze im Gesundheits- und Sozialwesen helfen dabei, Leben und Arbeiten im Landkreis zu vereinbaren.
Viele Menschen mit Migrationshintergrund sind eine große Bereicherung. Von der Industrie bis zur Pflege. Wir profitieren von einer guten Ausbildungssituation der unterschiedlichen Schularten und der technischen Hochschule mit ihren zukunftsorientierten Studiengängen. Die Anzahl selbständiger Unternehmerinnen und Unternehmer ist ein großes „Pfund“.
Dennoch müssen wir für die Zukunft gut gerüstet sein: Das Handwerk braucht geeignete Auszubildende, die auf eine gute Verkehrsinfrastruktur angewiesen sind. Wir wollen, dass junge Menschen schon in der Schule für Handwerksberufe begeistert werden – nicht alle müssen studieren. Mit einer starken Wirtschaftsförderstrategie muss das Gründungsthema für innovative Unternehmen gestärkt werden. Die Netzwerkarbeit mit der Initiative Bayerischer Untermain und dem Zentrum für Technologie und Existenzgründung bleibt weiterhin wichtig. Wir wollen auch die Potenziale einer innovativen Forschung in unseren Unternehmen hervorheben – sei es bei emissionsfreien Antriebstechnologien, Speicherentwicklung bis hin zu rohstoffsparendes Verfahren im verarbeitenden Gewerbe. Alle Chancen sollen genutzt werden.
Im Landkreis Aschaffenburg besuchen rund 6.000 Schülerinnen und Schüler eine kreiseigene Schule: Zwei Gymnasien, vier Realschulen, zwei Förderschulen sowie die Berufsschule III mit drei Berufsfachschulen.
Diese Schulen sind weit mehr als Orte der Wissensvermittlung – sie sind Lebensorte, an denen junge Menschen wachsen, Freundschaften schließen und ihre Persönlichkeit entwickeln. Weil sie hier einen großen Teil ihres Alltags verbringen, tragen wir eine besondere Verantwortung für die Qualität dieses Umfelds. Moderne Lernorte mit Zukunft Wir wollen Schulen, die inspirieren und stärken.
Dazu gehören:
• zeitgemäße Räume, die Lernen, Kreativität und Begegnung ermöglichen
• digitale Ausstattung, die sinnvoll, zuverlässig und pädagogisch fundiert eingesetzt wird
• sichere, barrierefreie Gebäude, die für alle zugänglich sind Gute Umgebung – Wohlfühlen fördert Lernen
Ein gutes Lernklima braucht mehr als Klassenzimmer:
• begrünte, naturnahe Schulhöfe zum Durchatmen, Bewegen und Begegnen.
• Orte für Ruhe, Rückzug und soziales Miteinander
• sichere Wege zur Schule – ob zu Fuß, mit dem Rad oder Bus.
Gesunde, ökologische und regionale Ernährung Gutes Lernen braucht gute Energie. Deshalb setzen wir auf:
• frische, regionale und ökologische Schulverpflegung
• Fair produzierte Lebensmittel, frei von unnötigen Zusatzstoffen. Dazu gehört auch eine bewusste Ernährungsbildung als Teil des Schulalltags.
Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Es kommt vermehrt darauf an Ziele umweltverträglich zu erreichen. So sind Expressbusse, die beispielsweise im Kahlgrund eingeführt wurden, ein voller Erfolg. Aber auch die Elektrifizierung der Fahrräder erhöht in unserem hügeligen Spessart die Möglichkeiten enorm.
Wir wünschen uns für eine zukunftsgerichtete Mobilität im Landkreis Aschaffenburg: Die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen darf sich nicht nur auf die Realisierung einiger Leuchtturmprojekte erstrecken. Der Nahverkehrsplan ist trotz enger Finanzmittel „nach oben offen“ auszubauen. Beispielsweise können erweiterte Abendfahrten am Freitag/Samstag dem Freizeitbedürfnis vieler Jugendlichen entgegenkommen. An Umsteigepunkten müssen die bestehenden Mobilitätskomponenten wie Bike and Ride, Car- und Bike Sharing vorgehalten werden. Aber auch diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten für hochwertige (Elektro-)Fahrräder fehlen vielerorts. Die Radschnellverbindungen Aschaffenburg-Hanau sowie Aschaffenburg – Aschafftal sollen Stück für Stück realisiert werden. Ein Warten, bis jeweils die Komplettstrecke baureif ist, verhindert schnelle Verbesserungen.
Wir streben weiterhin die Reaktivierung der Bachgaubahn von Großostheim nach Aschaffenburg an. Brücken für Fußgänger und Fahrräder zwischen Mainaschaff – Stockstadt und Karlstein – Seligenstadt empfiehlt sogar ein vom Landkreis in Auftrag gegebenes Gutachten. Die Haltepunkte des Schienenverkehrs im Landkreis sind barrierefrei auszubauen, um allen Menschen unbeschwerte Mobilität zu ermöglichen. Hösbach-Bahnhof und Laufach müssen als Expresshalte aufgewertet werden, um deren Bedeutung Rechnung zu tragen.
Digitalisierung soll das Leben erleichtern und allen Menschen im Landkreis Teilhabe ermöglichen. Ein wichtiger Erfolg der vergangenen Amtsperiode ist die Einführung hybrider Kreistagssitzungen auf Antrag der GRÜNEN – ein Schritt hin zu mehr Transparenz und demokratischer Beteiligung. Wir setzen uns dafür ein, digitale Angebote barrierefrei und niedrigschwellig zugänglich zu machen und Medienkompetenz für alle Generationen zu stärken.
Eine bürger- und bürgerinnenfreundliche Verwaltung braucht nutzerorientierte Online-Dienste, sichere digitale Signaturen und flexible digitale Sprechstunden, bei denen Datenschutz und IT-Sicherheit oberste Priorität haben. digitalen Medien zu befähigen. Damit niemand abgehängt wird, braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur in allen Orten des Landkreises. Schnelles Internet, öffentliches WLAN und eine nachhaltige digitale Infrastruktur sind dafür zentrale Voraussetzungen. Digitale Lösungen sollen den Alltag spürbar verbessern – etwa durch optimierte Landkreis-Apps, Mobilitätsangebote in Echtzeit oder digitale Gesundheits- und Pflegeinformationen. Wir möchten Orte schaffen, an denen Menschen digitale Kompetenzen erwerben und den Wandel aktiv mitgestalten können: Bibliotheken, Jugendzentren oder Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren als Räume für digitale Kultur und Begegnung. Unser Ziel ist eine Digitalisierung, die Teilhabe stärkt, Ressourcen schont und allen Menschen im Landkreis Aschaffenburg zugutekommt.
Im Bildungsbereich wollen wir dafür sorgen, dass Schulen digital gut ausgestattet bleiben und pädagogisch sinnvolle, datenschutzkonforme Lösungen nutzen. Medienkompetenz muss systematisch vermittelt werden, um junge Menschen zu einem sicheren Umgang mit digitalen Medien zu befähigen. Damit niemand abgehängt wird, braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur in allen Orten des Landkreises. Schnelles Internet, öffentliches WLAN und eine nachhaltige digitale Infrastruktur sind dafür zentrale Voraussetzungen.
Digitale Lösungen sollen den Alltag spürbar verbessern – etwa durch optimierte Landkreis-Apps, Mobilitätsangebote in Echtzeit oder digitale Gesundheits- und Pflegeinformationen. Wir möchten Orte schaffen, an denen Menschen digitale Kompetenzen erwerben und den Wandel aktiv mitgestalten können: Bibliotheken, Jugendzentren oder Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren als Räume für digitale Kultur und Begegnung. Unser Ziel ist eine Digitalisierung, die Teilhabe stärkt, Ressourcen schont und allen Menschen im Landkreis Aschaffenburg zugutekommt.
Der demografische Wandel erfordert einen umfassenden Blick auf die Bedürfnisse der Menschen. Wir Grünen setzen uns für eine gerechte, inklusive und solidarische Gesellschaft ein, in der alle Menschen gut leben können. Für Kinder, die in Geborgenheit aufwachsen Wir setzen uns ein für gute Betreuungsangebote, starke Schulen und Orte, an denen Kinder spielen, lernen und träumen können – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Für ein Leben in Würde – in jedem Alter Wir wollen, dass alle ihren Platz finden. Barrierefreie Wege, sichere Mobilität und Begegnungsorte sollen dafür sorgen, dass niemand sich ausgeschlossen fühlt. Einsamkeit darf keinen Raum haben – Gemeinschaft schon. schwierigen Lebenslagen und engagieren uns für bezahlbaren Wohnraum – damit Sorgen kleiner und Perspektiven größer werden. Für Vielfalt, die uns reich macht Unser Landkreis ist bunt – und das ist unsere Stärke. Wir stehen zusammen gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung. Wir fördern Kultur, Begegnung und Projekte, die zeigen: Unsere Unterschiede trennen uns nicht – sie bereichern uns. Für ein Miteinander, das trägt Der Landkreis lebt von Menschen, die sich engagieren – ehrenamtlich in Vereinen, Initiativen, Nachbarschaften. Wir geben ihnen Rückenwind: bessere Strukturen, mehr Unterstützung, echte Anerkennung. Denn wo Menschen füreinander da sind, entsteht Heimat. Für Gerechtigkeit, die man im Alltag spürt Wir glauben an eine Gesellschaft, in der Herkunft nicht über Chancen entscheidet. Darum stärken wir die soziale Beratung (auch der freien Träger), unterstützen Menschen in schwierigen Lebenslagen und engagieren uns für bezahlbaren Wohnraum – damit Sorgen kleiner und Perspektiven größer werden.
Für Vielfalt, die uns reich macht
Unser Landkreis ist bunt – und das ist unsere Stärke. Wir stehen zusammen gegen Hass, Ausgrenzung und Diskriminierung. Wir fördern Kultur, Begegnung und Projekte, die zeigen:
Unsere Unterschiede trennen uns nicht – siebereichern uns.
Für ein Miteinander, das trägt
Der Landkreis lebt von Menschen, die sich engagieren – ehrenamtlich in Vereinen, Initiativen, Nachbarschaften. Wir geben ihnen Rückenwind: bessere Strukturen, mehr Unterstützung, echte Anerkennung. Denn wo Menschen füreinander da sind, entsteht Heimat.
Der Kreistag hat sich mit unseren Stimmen für einen klimaneutralen Landkreis ausgesprochen. Dies muss nun auch beim Thema Energieversorgung weiter mit Leben gefüllt werden. Kaum ein Mensch bestreitet mehr, dass Erneuerbare Energien zu einer Frage der nationalen und öffentlichen Sicherheit geworden sind. Es gibt viele Möglichkeiten, die nicht nur für das Klima und die Gesundheit, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung und unsere Arbeitsplätze gut sind. Wir haben uns für ein Energiewerk im Landkreis (ELA) stark gemacht, das mit optimaler regionaler Wertschöpfung die Energiewende voranbringen soll. Auch der regionale Planungsverband hat mit der Ausweisung von Vorranggebieten für Fotovoltaik- und Windkraftanlagen mit unserer Unterstützung die Grundlagen für Projekte gelegt. Wir wollen unsere ungenutzten Potenziale heben und dies gemeinsam mit Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern. Im Landkreis gibt es bereits zwei Bürgerenergiegenossenschaften – die BLA eG und BürgerEnergie Bachgau eG – und auch Vereine in Schöllkrippen und Alzenau, die sich stark engagieren. Es geht uns um Effizienz, intelligente Versorgungssysteme und eine bezahlbare Versorgung mit Strom und Wärme, die auch für unsere Kinder Bestand hat. Wir sind technologieoffen bei allen Möglichkeiten der Nutzung Erneuerbarer Energien. Sei es bei Sonnenenergie, Windkraft, Biomasse, Geothermie, Speicherkapazitäten, intelligenter Stromnetze und Heizungstechnik. Dies nutzt nicht nur den Privathaushalten, sondern auch der heimischen Wirtschaft. Wertschöpfung vor unserer Haustür. Regional – bürgernah.
Wir haben das Privileg, eine wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft vor der Tür zu haben. Spessartwald und Mainebene, der Vorspessart in seiner Vielfältigkeit, der Kahlgrund und der Bachgau. Einzigartige Streuobstbestände, historische Mühlen und weitgehend unverbaute Täler in einem riesigen Waldgebiet. Doch die Folgen des Klimawandels sind auch bei uns zu spüren. Langanhaltende Trockenheit, geschwächte Bäume und auch heftigere Stürme. Wir Grüne haben das Vorhaben „Der Mensch und die Biosphäre“ im Spessart nicht aufgegeben. Hier geht es um den Erhalt der Artenvielfalt, unsere regionale Wirtschaft, Tourismus, Umweltbildung und die Nachhaltigkeit für kommende Generationen. Eine solche Biosphärenregion wäre ein echter Gewinn und eine große Chance für Mensch und Natur – ökologisch, ökonomisch und sozial gedacht. Wir setzen uns für einen starken Wald mit klimabeständigen Baumarten, Mischwäldern und weniger Bodenverdichtung ein. Wir wissen, wie wichtig die Biodiversität für eine intakte Umwelt ist und was alles dazugehört. Umweltverbände, Imkerinnen und Imker und viele Privatleute sind sehr engagiert. Sie legen Blühwiesen an und kümmern sich um mehr Artenvielfalt. Dies sollte von der Politik mehr unterstützt werden. Wir wertschätzen auch die Leistung unserer Landwirtinnen und Landwirten, die eine regionale Versorgung mit Lebensmitteln gewährleisten. Uns reichen keine Absichtserklärungen und schöne Worte. Wir wollen zukunftsweisende Projekte, damit das Natur- und Landschaft-Erleben noch besser spürbar wird.