Hitze und Gesundheit

Die Hitzerekorde der vergangenen Jahre weltweit wie auch bei uns am Bayerischen Untermain, sprechen eine eindeutige Sprache: Der Klimawandel ist da.

Als Menschen haben wir dies zu verantworten und müssen dafür kämpfen, dass wir die Auswirkungen von CO2 (als Hauptursache für die Erderwärmung) reduzieren: Wir müssen die Eindämmung des Ausstoßes oder auch die Rückbindung bewerkstelligen, um die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich zu machen. Das sind langwierige Prozesse, bei denen die Verkehrswende, die Reduzierung fossiler Brennstoffe und die Wärmedämmung eine große Rolle spielen.

Doch die Hitze ist dennoch schon jetzt da und wir müssen damit umgehen. Joachim Lentzkow, Facharzt für Anästhesie und Allgemeinmedizin aus Goldbach war in Alzenau mein Gast und zeigte uns in einem Vortrag, wer besonders betroffen ist, wie sich Hitze auswirkt und was wichtig deshalb ist.

Besonders betroffen sind ältere Menschen und Säuglinge. Sie (und auch andere pflegebedürftige Menschen) bedürfen der besonderen Achtsamkeit der Mitbürger*innen.

Hitze bewirkt in unserem Körper verschiedene Reaktionen, nicht alle treten immer auf, am häufigsten ist aber

  • Kopfschmerz
  • innere Unruhe
  • Rastlosigkeit
  • Übelkeit
  • Niedergeschlagensein
  • Konzentrationsabbau
  • Schlaffheit
  • Herz Rhythmus-Störungen
  • Störungen des Elektrolythaushaltes.

Wichtig indes ist in jedem Fall:

  • Ausreichende Trinkmenge (2 Liter pro Tag)
  • Beschattung
  • richtige Bekleidung
  • Nachmittagshitze im Freien vermeiden
  • Durchlüften in der Nacht.

Als Kommunen haben wir hier einen Auftrag. Wir müssen dafür sorgen, dass die Bevölkerung bestmöglich geschützt ist.

Die Übersterblichkeit an Hitzetagen zeigt uns dies deutlich auf.

Ein Hitzeaktionsplan dient dazu, städtebaulich Voraussetzungen zu schaffen, welche die Hitzestauung reduziert, Schatten gewährleistet, Trinkwasser zur Verfügung stellt. Aber auch Frischluftschneisen zur Durchlüftung der Kommunen, Pflanzkonzepte, Schutzpläne für Altenheime und Kinderkrippen oder ganz banal einfach die Beratung der Bevölkerung.

In Alzenau z. B. wurde der Antrag von Bündnis 90 / Die Grünen auf einen Hitzeaktionsplan ebenso abgelehnt wie im Kreistag (hier stellten die FW einen Antrag).

Würzburg hingegen macht es uns vor: Der Hitzeaktionsplan für Stadt und Landkreis Würzburg wurde in diesem Frühjahr bereits verabschiedet.

Der Abend war gut besucht, ein altersgemischtes Publikum folgte sehr interessiert dem Vortrag und beteiligte sich sehr rege an unserer Diskussion.

Vielen Dank allen,die den Abend mit mir organisiert haben, allen voran dem OV Alzenau für seine tatkräftige Unterstützung!

Beitrag von:
Monika Hartl,
Landtagskandidatin
Direktkandidatin im Wahlkreis Aschaffenburg-Ost

Homepage: https://monika-hartl.de/