Corona-Warn-App

Corona-Warn-App
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Um den Kampf gegen Corona zu gewinnen oder zumindest einen für alle gut handhabbaren Umgang damit zu finden, sind viele Bausteine notwendig. Diese sind zum Beispiel Masken zu tragen, die Hände regelmässig zu waschen/desinfizieren, Abstand zu halten, die Niesetikette einzuhalten und vieles mehr. Auch Bausteine, wie gut ausgestattete Gesundheitsämter und genügend Tests für alle Personen in pflegenden und betreuenden Einrichtungen, sind sehr wichtig. Daran muss noch viel gearbeitet werden.
Ein weiteres Bauklötzchen ist die seit dem 16. Juni aktive Corona-Warn-App, die wir aus heutiger Sicht empfehlen.
Selten wurde eine App so viel diskutiert, wie diese. Und das ist auch gut so. Normalerweise beschäftigen sich eher Insider mit Fragen, wie zum Beispiel dem Speicherort für Daten – dezentral oder zentral? Es ist von Vorteil, dass diese und viele weitere Fragen so breit diskutiert wurden. Denn all das hat dazu beigetragen, dass es nun in Deutschland eine App gibt, die sehr viel datenschutzfreundlicher ist, als in vielen anderen Ländern.
 
Stichwort Open Source: Der Code der App ist absolut transparent, jede/r, der das möchte, kann ihn sich anschauen und Verbesserungsvorschläge einreichen. Das haben übrigens auch über 200 Menschen gemacht. Zehntausende haben sich den Code angeschaut – IT-Standort Deutschland, Du lebst anscheinend.  Außerdem kann man die App recht individuell nutzen. Es gibt Bereiche, die man freischalten kann, oder eben nicht.
 
Grundsätzlich soll die App u.a. Nutzer*innen warnen, wenn sie sich länger als 15 Minuten in der Nähe, also mit einem geringeren Abstand als 2m von einer infizierten Person befunden haben. Das geschieht via Kurzstreckenfunk Bluetooth. In minütlich unterschiedlichen Takten werden hier anonymisierte Kennnummern ausgestoßen, die dann auf andere Kennnummern treffen. Wird also ein*e Nutzer*in positiv getestet und das Ergebnis der App mitgeteilt, werden andere informiert, die dieser infizierten Person, wer auch immer sie war, irgendwann in der Vergangenheit begegneten. Es wird also kein Tracking des mobilen Endgeräts eingesetzt. Auch der Ort der Begegnung an sich wird dabei NICHT erfasst! Ihr werdet also nicht verfolgt und „die da oben“ wissen dann auch nicht, wo Ihr wart und was Ihr gemacht habt.
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Die große Frage ist natürlich – wird diese App wirklich helfen? Nun, das hängt im Grunde von uns allen ab. Je mehr Menschen die App installieren, desto besser kann natürlich agiert werden. Und klar, ist es sinnvoller, wenn Menschen, die zum Beispiel viel im ÖPNV unterwegs sind, die App nutzen, wie diejenigen, die viel zuhause sind. Übrigens sind viele Funktionen, die über die Bluetooth Steuerung des Mobiltelefons funktionieren, Daten, die jeweils von Google oder Apple ohnehin aufgezeichnet werden, sobald Bluetooth aktiviert wurde.
 
Für die Verwaltung der Daten verantwortlich ist das Robert-Koch-Institut (RKI) zuständig. Eine, in unseren Augen vertrauenswürdige Organisation.
Was ein Erfolg dieser App auch zeigen würde, ist, dass Datenschutz und die Digitalisierung in unserem Land kein Widerspruch sein muss. Es kann zeigen, dass Quelloffenheit und Open Source absolut wichtig sind, wenn es um sichere und datenschutzfreundliche Software geht. Auch deshalb sollten unser Ansicht auch alle, denen diese Aspekte wichtig sind, die App installieren und unsere digitale Zukunft dadurch unterstützen. Das kann ein Grundstein sein, für quelloffene Software an Schulen, die unabhängig von irgendwelchen Programmen der Großkonzerne funktioniert. Für eine sichere, digitale Zukunft und für eine Zukunft ohne dieses blöde Corona – Virus!
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Finden könnt Ihr die Corona-Warn-App im Appstore oder im Google Play Store. Bitte auch nur hier herunterladen (Entwickler ist das RKI) und installieren und nicht über irgendwelchen anderen und ggfs. dubiosen Seiten gehen.
 

 
Weiterführende Info:

 
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