KV Aschaffenburg-Land

GRÜNER Kreisverband

Robert Habeck und die Freiheit

Robert Habeck ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Trotz Trillerpfeifen und Gebrüll einiger Querdenker*innen formulierte der Grünen-Vorsitzende sachlich, konzentriert und eindringlich die Eckpunkte des grünen Wahlprogramms. Rund 700 Zuhörer*innen waren am 17. August zu seiner Rede am Aschaffenburger Schlossplatz gekommen.

 

Die Lage in Afghanistan, die notwendige soziale Umverteilung durch eine moderate Steuererhöhung für Vielverdienende, die schwierige Lage der Bauern unter dem Zwang, immer günstiger produzieren zu müssen, und natürlich der Klimawandel waren die Themen seiner anderthalbstündigen Rede.

Vor allem aber auf die „Freiheit“ ging der Grünen-Chef ein. Denn nicht nur die Querdenker*innen malen – auch an diesem Tag – das Schreckgespenst vom Freiheitsverlust unter einer grünen Regierung an die Wand.

Freiheit und Regeln, so Habeck, seien aber kein Gegensatz. Im Gegenteil: „Ohne Regeln gibt es keine Freiheit.“

Freiheit bedeute, dass sich eine Gesellschaft immer neu auf Regeln einigen könne – demokratisch und, wie am 26. September, durch freie und demokratische Wahlen. Freiheit heiße nicht, dass jeder tun kann, was er will. Niemand von uns käme auf die Idee, so Habeck, auf der linken Spur zu fahren, um seine individuelle Freiheit durchzusetzen. Oder im Restaurant nicht zu bezahlen, bloß weil er keine Lust dazu hat.

Gemeinsam aufgestellte Regeln – ob in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde, in der Gesellschaft oder weltweit – ermöglichen, dass jede und jeder ihre und seine individuelle Freiheit auch ausleben kann – sofern er die Freiheit der anderen achtet.

Wenn wir dagegen keine Regeln akzeptieren, rücksichtslos auf Kosten anderer und der Umwelt leben, unsolidarisch sind, egoistisch und ohne Mitgefühl, leben wir zwar unsere individuelle Freiheit oder vielmehr Lust aus. Aber: Wir nehmen anderen und vor allem den nächsten Generationen die Freiheit zu leben.


Carla Diehl, Gemeinderätin in Kleinostheim
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